Insolvenzen durch aussetzen der Insolvenzantragspflicht nicht vergleichbar

Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am gestrigen 07. Mai mitteilte, befinden sich die Insolvenzen im März und April diesen Jahres auf dem selben Niveau wie im Vorjahr. Diese Mut machenden Kennzahlen beruhigen zwar augenblicklich, allerdings hinkt der Vergleich mit dem Vorjahr etwas. Denn ab dem 01. März 2020 wurde die Insolvenzantragspflicht wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Das heißt, dass die Insolvenzen im Moment nur in die Zukunft geschoben werden und nicht etwa ausbleiben. Zwar währe es wünschenswert wenn die Insolvenzen auch später nicht spürbar ansteigen würden, allerdings schieben die Unternehmen im Moment die Insolvenzen nur auf, wodurch sich später wohl möglich eine größere Insolvenzwelle über Deutschland ergießen könnte.

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Weitere Lockerungen und Kompetenzverlagerung

Auf der gestrigen Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde der weitere Fahrplan in der Corona-Krise erläutert. Die Kanzlerin leitet damit ein, dass wir die aller erste Phase der Pandemie hinter uns haben, uns aber dennoch am Anfang befinden. Die Kanzlerin sieht das Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen als erreicht an und bezieht sich damit auf die sinkenden Fallzahlen. Aus diesen Gründen wurden nun weitere Lockerungen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer beraten. Was weiterhin geltend bleibt ist der Mindestabstand von 1,5 Metern und der Mund-Nase-Schutz in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Geschäften (je nach Bundesland auch in anderen Bereichen). Gelockert wurden unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Kontaktverbot bleibt bestehen, es dürfen sich jetzt aber Personen eines Haushalts mit Personen eines anderen Haushalts im öffentlichen Raum aufhalten
  • Notfallplan: Wenn regional Infektionsherde auftreten, können dort vereinzelt Maßnahmen wieder hochgefahren werden
  • Vielmehr darf nun wieder eine feste Bezugsperson, zu Menschen in Pflege- und Behinderteneinrichtungen Kontakt aufnehmen.
  • Fußballspiele der 1. und 2. Bundesliga dürfen ab mitte Mai, unter Auflagen wieder stattfinden
  • Kompetenzen zu weiteren Lockerungen wurden an die Bundesländer delegiert

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14 Corona-Mutationen identifiziert, eine davon noch ansteckender

Forscher aus den USA haben ein SARS-CoV-2-Virus entdeckt, welches noch ansteckender sein soll als dass bislang bekannte. Der neue Virus-Stamm erschien demnach zuerst in Europa, im Februar und breitete sich dann im Bereich der Ostküste der USA aus. Dieser ist nun seit März der dominante Virus-Stamm, der sich über die Welt verteilt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich bereits genesene Menschen mit der neuen Virus-Variante wieder infizieren könnten. Diese neue Studie wurde auf einem Preprint-Server für Biologie veröffentlicht, die Qualitätssicherung durch andere Wissenschaftler steht aber noch aus. Weitere Mitarbeiter der Studie entdeckten außerdem 14 Mutationen, die dem Corona-Virus zuzuschreiben sind.

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Heinsberg-Studie vorab veröffentlicht

Die Universität Bonn hat die sogenannte Heinsberg-Studie nun für die Öffentlichkeit freigegeben. Die schon zuvor in den Medien erwähnte Studie befasst sich vor allem mit der Sterblichkeit der Infektion, die demnach bei 0,37 liegt. Der Name der Studie geht auf den Kreis Heinsberg zurück, wo sich das SARS-CoV-2-Virus nach einer Karnevalsveranstaltung sehr stark verbreitete. Erstmals kann nun die Öffentlichkeit einen Einblick in die Studie nehmen und sich informieren. Eine Zusammenfassung darüber was die Studie umfasst, gibt Prof. Dr. Hendrik Streek in folgendem Video. Korrekterweise muss angemerkt werden, dass das Peer-Review zur Heinsberg-Studie noch aussteht. Dies ist ein wissenschaftlicher Prozess zur Qualitätssicherung, bei dem die Studie von Fachkollegen überprüft wird. Normalerweise wird eine Studie erst nach dieser Qualitätssicherung veröffentlicht.

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Zeitzeugen der Corona-Krise gesucht

Die Unis Bochum, Hamburg und Gießen haben in Zusammenarbeit eine Art digitales Gedächtnis ins Leben gerufen. Im daraus entstandenen Coronarchiv sollen Menschen ihre Eindrücke in der Zeit der Pandemie teilen. Den Historikern bietet sich damit die einmalige Chance die Stimmung in der Gesellschaft festzuhalten und so auch Forschungsgrundlage für zukünftige Generationen und Forscher bereit zu halten. Denn von vergangenen Pandemien aus der Geschichte, wissen die Forscher nur aus Stadtarchiven, Büchern, Kirchenschriften usw. aber eben nichts aus der breiten Bevölkerung von damals. Das Coronarchiv soll genau diesen "Schatz" für die Nachwelt bewahren. Interessierte können ganz einfach eigene Gedanken einstellen oder auch Fotos teilen und so ein Teil der Geschichte werden. Das Archiv ist bislang öffentlich, so kann derzeit jeder durch die Beiträge stöbern.

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